KPP  Aussichtstribüne am Kronplatz
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In Analogie zu Schutzbauten wie Schutzwälle, Lawinenverbauungen, Hangsicherungen wird das Relief der Landschaft überlagert mit dem Relief der Konstruktion, es entsteht eine fließende Systematik.
Die Architektur steht im Wandel der Zeit und ihres Kontextes und verändert sich mit ihm. Es ist eine Architektur die weniger den Raum definiert, als die Zeit.

Die Aussichtsplattform am Kronplatz ist aufgrund der topographischen Gegenbenheit eine besondere Herausforderung. Anders als bei klassischen landschaftlichen Situationen wie einer steilen
Felswand oder einem ausgesetztem Grat, befindet man sich am Kronplatz auf einem sanften, plateauartigen Gipfel.
Begibt man sich an den Rand dieses Plateaus besticht der Kronplatz mit einer Aussicht in die facettenreiche Bergwelt Südtirols.
Eine Aussichtsplattform in der Mitte des Plateaus wird dem Kronplatz nicht gerecht. Die Vielzahl an infrastrukturellen Gebäuden würde die Faszination eines Fernblicks bzw. Panoramas so stark trüben, dass die Plattform nicht mehr als ein weiteres Gebäude im Kontext wäre und dadurch keine Attraktion darstellt.
Das Sensationelle am Kronplatz ist das Spektakel das er bietet. Mit einer Beförderungsleistung von über 67.000 Personen pro Stunde gehört der Kronplatz zu den bedeutensten Ski und Erholungsgebieten Südtirols.
Die eigentliche Sensation ist das täglich stattfindenden Schauspiel unterschiedlicher Nutzungen von Skifahren, über Downhillen bis Drachenfliegen.

KONZEPT
Tribüne der Bühne Kronplatz
Die Tribüne ermöglicht ein Beobachten des sattfindenden Szenarios, das die Bühne Kronplatz bietet. Der Beobachter wird zum Publikum, es geht um Sehen und Gesehen werden. Das Publikum verteilt
sich auf 5 Ränge. Wer ergattert den besten Platz und was für einen Akt hat wer gesehen? Die genaue Lage der Tribüne wird gemeinsam mit dem Bauherren erhoben und entschieden. Die Tribühne inszeniert die vorhandene Topografie. Aus Landschaft entsteht geformte Architektur - künstliche Landschaft - sie vermittelt zwischen Dynamik und Statik und ist Teil ihrer Transformation. Beim Betreten der Konstruktion ist ein leichtes Schwingen spürbar. Zwischen Konstruktion und Hang baut sich eine Spannung auf. Eine Konstruktion in Wechselwirkung mit der Landschaft, sie beeinflussen und prägen sich gegenseitig. Die Stahllamellen der Tribühne liegen als zarte Linien am Relief des Hangs und beschreiben ihn dadurch.

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Projecttype: 
Landschaftarchitektur
Project Start-End: 
2011/10
Location: 
Kronplatz
Italy
Assignment: 
Competition (invitation)
Service phases: 
HOA PL§3 1-2, HOAI 1-3
Status: 
ongoing
Project partners: 

aste weissteiner zt-gmbh, Innsbruck

Architektur: 

Entwurf: Kathrin Aste, Frank Ludin, Peter Griebel

Consultants: 

Statik: aste weissteiner zt-gmbh, Innsbruck

Projektbild